Baubeschreibung



Neubau von 2 modernen Stadthäusern / Gartenbebauung

Katharinenstraße 45 in 49078 Osnabrück

1. Allgemein:

Die Häuser werden als KfW Effizienzhaus 55 (EnEV 2014) erstellt. Alle nachstehenden Leistungen werden nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt. Für die Wohnungen gelten insbesondere: - DIN 1045-I Beton- und Stahlbeton
- DIN 1053 Mauerwerk
- DIN 1986 Entwässerungsanlagen
- DIN 4102 Brandschutz
- DIN 4108 Wärmeschutz
- DIN 4109 Schallschutz (Beiblatt 2 für wohnungsbegrenzende Wände, Decken, Türen)
- DIN 18195 Bauwerksabdichtung

2. Baugrube, Gründung

Die Aushubtiefe wird für den Keller auf ca. im Mittel -2,20m von Oberkante Bürgersteig bis zur OK Baugrubensohle ausgehoben. Erforderlichenfalls werden Streifen- und Einzelfundamente angelegt. Zwischenräume werden durch ein Kiesplanum aufgefüllt. Oberhalb des Kiesplanums wird eine neue tragende Sohlplatte aus wasserundurchlässigem Stahlbeton entsprechend den statischen Erfordernissen hergestellt. Erforderliche Wasserhaltungsmaßnahmen werden gem. Bodengutachten berücksichtigt.

3. Baukonstruktion

3.1. Kellergeschoss

3.1.1 Wände
Die Außenwände werden aus wasserundurchlässigem Stahlbeton nach statischen Erfordernissen erstellt, im oberen Bereich mit einer Wärmedämmung nach der Wärmeschutzberechnung des Statikers.

3.1.2 Decken
Die Decken über dem Kellergeschoss werden aus Stahlbeton nach statischen Erfordernissen ausgeführt. Die Sohlplatte unter dem Kellergeschoss wird aus wasserundurchlässigem Stahlbeton nach statischen Erfordernissen, erdseitig gedämmt und auf einer Sauberkeitsschicht ausgeführt.

3.1.3 Ver- und Entsorgungsleitungen
Die Ver- und Entsorgungsleitungen werden in dem Kellergeschoss unverkleidet an Decken und Wänden (teilweise in einer lichten Höhe von 2,00 m, diese Höhe unterschreitend in Randbereichen) montiert.

3.2 Erd- und Obergeschoss

3.2.1 Außenwände

Die Außenwände vom Erdgeschoss bis Obergeschoss werden aus Kalksandstein -Mauerwerk und Stahlbeton nach statischen Erfordernissen dimensioniert erstellt.

3.2.2 Gebäudewände
Gebäudetrennwände, tragende Innenwände und Stützen aus Stahlbeton bzw. Mauerwerk. Material und Dimensionierung nach statischen Erfordernissen.

3.2.3 Nicht tragende Innenwände
Nicht tragende Innenwände in Trockenbauweise (Gipskartonständerelemente doppelt beplankt mit Dicken von ca. 10 cm bis. 15 cm, oder gleichwertig, je nach planerischem Erfordernis), in Bereichen von Bädern und WCs Vorwandinstallationen als Trockenbau-Vorsatzschalen.

3.2.4 Leitungsschächte / Verkleidungen
Leitungsschachtabtrennungen in Trockenbauweise nach technischen, optischen und gegebenenfalls Brandschutzerfordernissen, Verkleidungen von Leitungsverzügen, Abkofferungen bzw. Abhangdecken als Trockenbaukonstruktion.

3.2.5 Decken / Entwässerung
Geschossdecken aus Ortbeton bzw. mit Systemdeckenelementen (Fertigteile mit Ortbetonauflage). Außenflächenentwässerung über Fallrohre im Bereich der Fassade, evtl. über innenliegende Leitungsschächte.

3.2.6 Treppen
Treppenläufe als Stahlbetonfertigteile mit schallentkoppelter Auflagerung. Sonderwünsche sind je nach Bauablauf realisierbar.

3.3 Dachkonstruktion

3.3.1 Konstruktion

Das Flachdach wird aus Stahlbeton mit einer Abdichtung und darüber liegender Wärmedämmung (Umkehrdach) als klassisches Warmdach ausgebildet. Eine Gründach wird vorgesehen. Fachgerechte Ausführung der Dachabdichtung nach den Flachdach-Richtlinien und den Dachabdichtungsnormen (DIN 18531 und DIN 18195). Fachgerechte Ausführung der Dachbegrünung nach den FLL-Richtlinien (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau)

3.3.2 Bauklempnerarbeiten
Mauer- und Gesimsabdeckungen aus Aluminium oder Titanzinkblech. Fallrohre für die Balkonentwässerungen und etwa erforderliche Einlaufkästen aus Aluminium oder Zinkblech.

3.4 Fenster- und Außentüranlagen

3.4.1 Ausführung

Holzfenster aus Dark Red Meranti- Stammware, 1x getaucht und 2 x gespritzt mit zweifachen Zwischenschliff. 2-Scheiben-Wärmeschutz-lsolierverglasung mit Drehkippbeschlag, Ausführung einschließlich Badezimmerfenster mit Klarglas. Fenster- und Türgriffe aus Edelstahl nach Mustervorlage des Verkäufers. Ca. 33,00 € inkl. MwSt.

Farbe der Fenster- und Türelemente gemäß Farbkonzept des Verkäufers.

Verglasung EnEV Ug = 1,1 W (m⊃2;K)

In Anlehnung an die Widerstandklassen werden die Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss weitestgehend RC 2 und im Obergeschoss weitestgehend RC1N ausgeführt.

3.4.2 Fensterbänke
Fensterbänke außen: Ausführung nach planerischer Gestaltung (z. B. Aluminium, Titanzinkblech, Naturstein, Verblendsteinen). Fensterbänke innen bei massiver Brüstung: Ausführung in Naturstein (nach Wahl des Verkäufers) mit polierter Oberfläche, bei Bädern und WC’s Fensterbänke gefliest oder aus Naturstein nach Mustervorlage des Verkäufers. 25,00 €/lfdm inkl. MwSt.

3.4.3 Absturzsicherungen
Absturzsicherungen an den bodentiefen Fenstern als feuerverzinkte Stahlkonstruktion/ Glasbrüstungen nach Detailzeichnungen des Architekten. Falls erforderlich werden massive Brüstungen eingebaut. Farben gemäß Farbkonzept des Verkäufers und passend zur Fensterfarbe (voraussichtlich Grau RAL7011).

3.4.4 Sonnenschutz
Die Wohnungsfenster erhalten elektrisch bedienbare Kunststoff- oder Aluminiumrollläden mit Rollladenpanzer oder gleichwertig nach Wahl des Verkäufers.

3.5 Schlosser- / Metallbauarbeiten

3.5.1 Außenbereich

Brüstungsgitter, Geländer, Aufsatzgeländer, Treppengeländer, andere Metallelemente im Außenbereich werden als feuerverzinkte und pulverbeschichtete Stahlkonstruktion ausgeführt. Farbe nach Wahl des Verkäufers - voraussichtlich Grau RAL 7011. (Edelstahlausführung aufpreispflichtig).

3.5.2 Innenbereiche
Einseitiges Geländer oder Handläufe im Treppenraum aus Edelstahl oder pulverbeschichteter Stahlkonstruktion nach Gestaltungskonzept des Verkäufers (voraussichtlich Grau RAL7011).

3.5.3 Briefkasten
Briefkastenanlage nach Gestaltungskonzept des Verkäufers aus pulverbeschichtetem Stahlblech oder Edelstahl, jeweils im Treppenhausflur oder im Eingangsbereich außen angeordnet. Abmessungen der Einzelbriefkästen nach gültiger DIN-Norm. Vor der Haustür auf der Grünfläche.

3.5.4 Toranlage
Die Toranlage an der Katharinenstraße wird als schmiedeeiserne Toranlage oder gleichwertig mit einem Fußgängertor und einem doppelflügeligen Durchfahrtstor dem Denkmal und dem Katharinenviertel und in Abstimmung mit dem Denkmalamt entsprechend gestaltet. Auflagen des Denkmalamtes haben Vorrang.

3.6 Fassaden/Wärmeschutz
Die Außenwände erhalten nach planerischer Darstellung folgenden Aufbau:
Stahlbetonwände/ Kalksandsteinwände mit vorgesetztem Wärmedämmverbundsystem nach statischen Erfordernissen und Farbkonzept des Verkäufers.
Wärmedämmverbundsystem mit Wärmedämmung gemäß Wärmeschutznachweis und Oberputz – Körnung 1 bis max. 2 mm. Eine Schattenfreiheit bei Streiflicht wird nicht erreicht. Fassadengestaltung und Oberflächenstrukturierung gemäß Farb- und Materialkonzept des Verkäufers.
Das Gebäude wird als KfW-Effizienzhaus 55 errichtet, mit einem Jahres-Primärenergiebedarf von ≤ 55% des Höchstwerts der EnEV 2014. Für das Gebäude wird ein Energieausweis erstellt.

3.7 Schalltechnische Anforderungen

3.7.1 Anforderungen

Die Schalldämmung der die Häuser untereinander trennenden Bauteile wird entsprechend der geltenden Norm DIN 4109 in Verbindung mit den Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz nach Beiblatt 2 zu DIN 4109 ausgelegt.
Ergänzend dazu definieren die VDI-Richtlinie 4100 und der Entwurf "E DIN 4109-10" den Schallschutz gegen Innenlärm noch präziser in Form von Klassifizierungen nach Schallschutzstufen. Die dort angegebenen Grenzwerte für die Einordnung in die Schallschutzstufe II werden überall eingehalten.

3.7.2 Schalldämmung innerhalb der Häuser
Auf Schalldämmmaßnahmen innerhalb der eigenen Wohnbereiche wird verzichtet.

4 Haustechnik

4.1 Elektroinstallation

4.4.1 Allgemein

Die Stromversorgung erfolgt aus dem VNB (Versorgungsnetzbetreiber)-Netz , Zählerschränke, Sicherungsverteilungen, Versorgungssysteme, Kabel, Leitungen und Leerrohre werden gemäß AVB-ELT- DIN 18015- und VDE-Vorschriften installiert. Zusätzliche Zähler für Toranlage und Außenbeleuchtung werden im Bestandsgebäude (Vorderhaus) angeordnet,.

Die Wohneinheiten erhalten separate Stromkreise gemäß DIN 18015.

Rauchmelder gemäß Verordnung

Für Waschmaschine, Trockner sowie für E-Herd und Spülmaschine, sind separate Stromkreise vorzusehen. Die Belüftung der innenliegenden WCs erfolgt über Lüfter.

Die Lichtauslässe der Wohnungen erhalten je Raum eine Lüsterklemme mit Deckenhaken (belastbar bis 5 kg).

Schalterprogramm: weiß, Fabrikat: Gira Standard 55 oder gleichwertig.

Für das gesamte Haus sowie für Außensteckdosen wird eine Fehlerstrom-Schutzschaltung (zum Schutz gegen Stromunfälle) vorgesehen.

Fundamenterder in den Fundamenten mit Anschluss an Potentialausgleichsschienen in den Zähler und Technikräumen.

4.1.2 Wohnungsbestückung
Die Wohnungen werden grundsätzlich nach dem Ausstattungswert 2 nach RAL-RG 678 gem. DIN 18015 bestückt. Die 4-Raum-Wohnung ist zum Beispiel wie folgt ausgestattet:

Diele/Flure
2 Deckenauslässe Schaltung mit Stromstoßschaltung mit 4 Schaltstellen,
2 Steckdosen
1 Medien Anschluss (Tel./ TV/ LAN)
1 Gegensprechanlage mit elektrischem Türöffner
1 Klingeltaster im Treppenhaus neben der Wohnungstür mit Namensschild

Wohnzimmer
2 Deckenauslässe in Serienschaltung
2 Serienschalter
8 Steckdosen (davon 1 Reinigungssteckdose und 1 Dreifachsteckdose)
1 Medien Anschluss (Tel./ TV/ LAN)

Schlafzimmer
1 Deckenauslass
1 Kreuzschalter, 2 Wechselschalter
2 Doppelsteckdosen bei den Betten (Abstand ca. 2,50 m)
1 Reinigungssteckdose
1 Dreifachsteckdose nahe dem Medien-Anschluss,
1 Medien Anschluss (Tel./ TV/ LAN)

Kinderzimmer
1 Deckenauslass
1 Ausschalter
1 Dreifachsteckdose nahe dem Medien-Anschluss,
3 Doppelsteckdosen
1 Reinigungssteckdose
1 Medien Anschluss (Tel./ TV/ LAN)

Bad
1 Deckenauslass
1 Wandauslass
1 Doppelsteckdose bei Waschbecken
1 Serienschalter bzw. bei außenliegendem Schalter 2 Ausschalter mit Kontrolllampe
2 Steckdosen für Anschluss von Waschmaschine und Trockner (soweit in den Plänen dargestellt)
Um einer erhöhten Luftfeuchtigkeit entgegen zu treten dürfen ausschließlich Kondensattrockner aufgestellt werden.
1 Steckdose für optionale Elektro-Heizpatrone für Handtuchheizkörper (vgl. Ziff. 5.2.3)
Be/Entlüftung erfolgt über ein Raumregelsystem .

Duschbad/WC
1 Deckenauslass
1 Wandauslass
1 Serienschalter bzw. bei außenliegender Schalteranordnung 2 Ausschalter mit Kontrolllampe
1 Steckdose
1 Steckdose für Anschluss von Waschmaschine und Trockner (soweit in den Plänen dargestellt)
1 Lüfteranschluss
Be/Entlüftung erfolgt über ein Raumregelsystem .

Küche
1 Deckenauslass (Serienschaltung)
1 Serienschalter für 2 schaltbare Steckdose (oberhalb Schränke für Arbeitsplatzbeleuchtung)
5 Steckdosen über der Arbeitsplatte (ggf. auch in Kombinationen zusammengefasst)
1 Steckdose für Spülmaschine
1 Herdanschlussdose
1 Steckdose für Dunstabzug über Elektroherd
2 Steckdosen für Kühlschrank (oberhalb Schrank)
1 Dreifachsteckdose nahe dem Medien-Anschluss,
1 Medien Anschluss (Tel./ TV/ LAN)

Hauswirtschaftsraum/Abstellraum innenliegend (soweit in den Plänen dargestellt)
1 Deckenauslass
2 Steckdosen
1 Ausschalter

1 Steckdosen für Anschluss von Waschmaschine und Trockner (soweit in den Plänen dargestellt)
Be/Entlüftung erfolgt (soweit erforderlich) über ein Raumregelsystem .

Terrassen / Dachterrassen
2 von der Wohnung schaltbare Leuchtenanschlüsse und 2 Steckdosen

Kellerabteile
1 Beleuchtungskörper (ISO-Ovalleuchte mit Allgebrauchslampe)
1 Steckdose (Aufputz)
1 Ausschalter (Aufputz)

4.1.3 Multimediaverkabelung
Die Häuser werden je mit einem multimedialen Verkabelungssystem ausgestattet. Die Telefon und EDV-Verkabelung wird sternförmig ausgeführt. Der Sternpunkt Multimedia wird zentral in einer Unterverwaltung, mit eingebautem Patchfeld ausgeführt. Alle Anschlüsse werden als Datendosen CAT 6a, ausgeführt, mit jeweils einem Doppelanschluss in Wohn- und Schlafzimmern. Damit ist in jedem Raum der Anschluss als Telefonanschluss, Internet- und Netzwerkzugang möglich. Die mit Multimedia-Dosen ausgestatteten Zimmer sind unter Punkt 4.1.2 beispielhaft aufgeführt.

Die Signalbereitstellung für den Rundfunk- und Fernsehempfang erfolgt über Satelliten-Empfangsanlagen in Multischalter-Technik. Die für den Fernsehempfang erforderlichen Receiver werden nicht beigestellt.

4.1.4 Rauchmelder
In Schlafräumen und Fluchtwegen werden gem. behördlichen Auflagen Rauchmelder installiert.

4.2 Heizungsanlage
Die Auslegung der Heizungsanlage erfolgt nach den Regeln der DIN EN 12 831 und unter Berücksichtigung der gültigen Energieeinsparverordnung 2014

4.2.1 Energieerzeuger
Die Wärmeversorgung wird sichergestellt über einen zentralen Gas-Brennwert-Kessel mit integrierter elektronischer Heizkreisregelung und kombinierter Warmwasserbereitung im hygienischen Durchflussverfahren. Die Heizkreispumpe wird als Hocheffizienzpumpe ausgeführt.

4.2.2 Heizflächen
Leitungsführung im Bereich der Diele, welche meist im Verbund beheizt wird. Es werden alle Räume der Häuser (mit Ausnahme der Dielen/Flure und der Abstellräume) mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Der Wärmebedarf (Heizlast) ist gemäß DIN EN für die einzelnen Räume berechnet. Die gewünschten Warmtemperaturen und Nutzungszeiten in den Räumen werden über Raumthermostate einstellbar geregelt.

Die Bäder und Duschbäder (mit Ausnahme der WCs) erhalten zusätzlich einen Handtuchheizkörper ohne Elektropatrone. Die Elektropatrone ist gegen Aufpreis nachrüstbar.

Flure und Dielen werden durch Zuleitungen der Fußbodenheizung in die angrenzenden Räume temperiert. Falls notwendig, werden nicht oder nur wenig mit Zuleitungen belegte Flächen der Flure und Dielen mit Rohrleitungsschleifen der Rückläufe aus beheizten und geregelten Räumen belegt, sodass der anfallende Wärmebedarf (Heizlast) entsprechend der EN -Norm 12831 gedeckt wird. Flure und Dielen erhalten daher keine gesonderten Raumthermostate.

4.2.3 Armaturen
Automatische Strangregulierventile bzw. Strangabsperrventile (Spindelabsperrhahn) an allen Steigsträngen frei zugänglich, wartungsarme Absperrarmaturen für alle erforderlichen Bauteile wie Kessel, Verteiler, Pumpen, Regelventile und separate Heizgruppen. Absperrventile in allen Häusern und für jeden Heizkreis separat.

4.2.4 Wärmedämmung
Die Wärmedämmung für Heizungsrohre entspricht der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) und den einschlägigen Vorschriften.

4.2.5 Rohrmaterial
Die Kellerverteilung und die Steigstränge (Rohrleitungen in Wand- und Deckendurchführungen mit Brandschutzisolierschalen ummantelt) bis zum Verteiler werden als Metallrohre ausgeführt. Die Etagenleitungen sowie die eigentlichen Heizschlangen nach dem Fußbodenheizungsverteiler werden in Kunststoffverbundrohr (hochdruckvernetzt und diffusionsdicht nach DIN) ausgeführt.

4.3. Wasser- und Abwassertechnik

4.3.1 Entwässerung

Regen- und Schmutzwasserentwässerung durch die öffentliche Kanalisation. Abwasserleitungen aus schallgedämmtem Guss- (SML -Rohr) oder Kunststoffrohr, Anschluss- und Lüftungsleitungen in Kunststoffrohr., Revisionsschächte nach planerischer Festlegung. Fallleitungen frei über Dach entlüftet, Reinigungsöffnungen im Keller möglichst frei zugänglich. Hebeanlagen im Kellergeschoss für die Entwässerung tiefer gelegener Bauteile.

4.3.2 Bewässerung
Anschluss an das städtische Trinkwassernetz. Rohrverteilung der Kalt-, Warmwasserleitungen an der Decke im Kellergeschoss. Steigstränge mit Absperr- und Entleerungseinrichtung, zugänglich vom Kellergeschoss. Zentrale Warmwasserbereitung im Heizraum.

4.3.3 Wärmedämmung
Die Wärmedämmung für Warmwasserrohre entspricht der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) bzw. den einschlägigen Vorschriften.

4.3.4 Küche
Anschlussmöglichkeit für eine Küchenspüle und Geschirrspüler (mit Kombi-Eckventil), direkt am Steigstrang. Die Installation endet somit am Schacht, die Anschlüsse ab dem Schacht sind durch den Käufer/ Mieter zu erbringen.

4.3.5 Sanitäre Einrichtungsgegenstände
(alle Einrichtungen in der Farbe weiß) Internetangebote sind nicht gleichwertig (Montage / Anlieferung / Gewährleistung fehlen)

Sanitärobjekte  
Sanitärobjekte Keramag – Serie Renova Nr. 1 plan weiß/ Duravit Starck 3 weiß oder gleichwertig  
Waschbecken mit Designsifon 600 mm x 480 mm 74,00€ inkl. MwSt.
Handwaschbecken 450 mm x 320 mm in den WCs 59,50€ inkl. MwSt
Wand-Tiefspül-WC mit WC Sitz 240,00€ inkl. MwSt
Wannen der Fa. Kaldewei alpin weiß oder gleichwertig  
Stahl-Emailleduschwanne Duschplan 900mm x 900mm 276,00€ inkl. MwSt
Stahl-Emaillebadewanne Saniform Plus 1800mm x 800mm 585,00€ inkl. MwSt
Armaturen  
Hans Grohe – Serie Talis S oder gleichwertig  
Einhebel-Waschtischmischer 144,50€ inkl. MwSt
Einhebel-Wannenmischer Aufputz 243,50€ inkl. MwSt
Wannenbrause – Raindance S100 Air 1 Jet Porter’ S Set 114,00€ inkl. MwSt
Einhebel-Brausemischer Aufputz 208,00€ inkl. MwSt
Brausenset – Raindance S120 Air 3 jet Unica’ S Puro Set 123,50€ inkl. MwSt
Duschtrennwand aus Glas mit Beschlägen der Fa. Pauli und Sohn GmbHSerie Falmea oder gleichwertig 520,00€ inkl. MwSt
Badaccessoirs Keuco Plan oder gleichwertig  
Toilettenpapierhalter 28,00€ inkl. MwSt
WC-Bürstenhalter 64,50€ inkl. MwSt
Handtuchhaken 25,00€ inkl. MwSt
Handtuchhalter 91,00€ inkl. MwSt
Badetuchhalter 88,50€ inkl. MwSt
Wannengriff 56,50€ inkl. MwSt

Weitere Accessoires wie Seifenschalen, Spiegel etc. sind nicht im Leistungsumfang enthalten.

Alle Häuser erhalten einen Waschmaschinenanschluss im Keller mit speziellem Auslassventil (für Waschmaschinenanschluss) und Siphon. Um einer erhöhten Luftfeuchtigkeit entgegen zu treten dürfen ausschließlich Kondensattrockner aufgestellt werden.

4.4 Raumlufttechnik

4.4.1 Häuser

Das Gebäude wird ausgestattet mit einer kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Einbau eines Pollenfilters ist möglich. Die Anlage hat elektronisch geregelte Hocheffizienzventilatoren und weist einen Wärmerückgewinnungsgrad größer 0,65 auf.

Fabrikat Helios oder gleichwertig

5 Ausbau

5.1 Estriche

5.1.1 Häuser

Auf der Stahlbetondecke des Erd- und Obergeschosses wird ein schwimmender Heizestrich auf Wärme- und Trittschalldämmung (Fabrikat Thermotec BEPS-T -90R in allen Häusern verlegt. Das Kellergeschoss erhält einen Estrich auf Trennschicht mit abschließendem Fliesenbelag.

Materialpreis ca. 15 - 20 €/m2; inkl. MwSt. ohne Verlegung.

5.2 Oberböden

5.2.1 Parkett

Wohnraum und die Schlafräume bzw. Arbeitszimmer erhalten ein Fertigparkett –Eiche/ Kirsche - (ca. 11 mm dick) der Fa. Joka, Fa. Hinterseher oder gleichwertig in Einzelstabverlegung als englischer Verband oder Schiffsboden zu einem Materialpreis von 43,50 €/m⊃2; inkl. MwSt. ohne Verlegung. Die Sockelleisten der Fa. Joka -Profil 550- weiß lackiert oder gleichwertig werden passend zum Belag umlaufend eingebaut.

5.2.2 Reinstreifer
Fußabstreifer mit Matte und Metallrahmen hinter den Hauseingangstüren.

5.2.3 Fliesen

5.2.3.1 Treppenraum / Diele
Feinsteinzeugfliesen werden in den Treppenräumen und der Diele nach Bemusterung des Verkäufers, auf Tritt- und Setzstufen bei Einbau einer Stahlbetontreppe und auf allen Podesten sowie in den Treppenhäusern in dem Kellergeschoss bis zu den an das Treppenhaus grenzenden Stahlblechtüren verlegt. Wand- bzw. Stufensockel aus dem gleichen Material wie der Bodenbelag. Fußabstreifer werden hinter den Hauseingangstüren in den Belag eingelassen. Materialpreis der Bodenfliesen 45,00 €/m⊃2; inkl. MwSt. ohne Verlegung.

5.2.3.2 Bäder
Sämtliche Fliesen in Bädern, WC’s, Abstellräumen, Hauswirtschaftsräumen und Küchen werden wie nachfolgend beschrieben ausgeführt. Materialpreis der Bodenfliesen 45,00 €/m⊃2; inkl. MwSt. ohne Verlegung, Materialpreis der Wandfliesen 35,00 €/m⊃2; inkl. MwSt. ohne Verlegung.

Eine orthogonale Verlegung der Bodenfliesen ist als Standard-Ausführung vorgesehen. Eine diagonale Verlegung ist preisgleich möglich. Bei beiden Verlegearten stimmt der Fugenverlauf zwischen Wand- und Bodenfliesen nicht überein.

Wände 1,20 m – 1,50 m hinter den Objekten hoch gefliest, im Bereich der Dusche raumhoch gefliest, (ansonsten Rauhfasertapete weiß gestrichen)

Wandfliesen 297 x 597 x 10 mm Villeroy und Boch Bernina RT 1M
Bodenfliesen 297 x 597 x 10 mm Villeroy und Boch Bernina RT 1M
oder gleichwertig

5.2.3.3 Gäste- WCs
Wände werden hinter den Objekten gefliest bis zur Höhe der Vormauerung ca. 1,20 -1,50 m. Boden- und Wandfliesen wie in dem Pkt. zuvor beschrieben.

5.2.3.4 Küchen
Die Küchen erhalten keinen Fliesenspiegel. Die Bodenfliesen werden wie unter Pkt. 5.2.3.2 beschrieben ausgeführt.

5.2.3.5 Verfugung
Die Verfugung erfolgt standardmäßig bei den Bodenfliesen in grau und bei den Wandfliesen in weiß. Die Fugenstärke variiert in Abhängigkeit von der Fliesengröße.

5.2.3.6 Balkone, Dachterrassen
Beton-Werksteinplatten (Abmessungen ca. 40/40 cm) auf Kunststoffstelzlagern verlegt zu einem Materialpreis von 30,00 €/m⊃2; inkl. MwSt. ohne Verlegung mit verzinkten Entwässerungsrinnen vor den bodentiefen Fenstern.

5.3 Türen

5.3.1 Hauseingang

Die Türanlage wird als Aluminiumkonstruktion (Oberfläche E 6EV 1 eloxiert oder pulverbeschichtet), als geschlossenes Element oder gleichwertig nach Vorgabe des Verkäufers ausgeführt. Die Eingangstür erhält eine Edelstahlgriffleiste, Profilzylindersicherheitsschloss mit Kernziehschutz und einbruchhemmenden Beschlägen, ferner eine Klingelanlage, Namensschilder, eine Gegensprechanlage mit automatischem Türöffner. Für den Eingangsbereich wird ein Lichtbewegungsmelder installiert. Der Verkäufer behält sich vor, statt der Metalltür eine Holztür passend zur Architektur des Gesamtobjektes einzubauen.

5.3.2 Innentüren
Wohnungsinnentüren der Fa. Herholz, Modell Zeitlos oder gleichwertig mit einem Maß von B/H = 860 bzw. 735/2110 mm werden mit weißlackbeschichteten Umfassungszargen aus Holzwerkstoff, weißlackbeschichteten Türblättern mit Röhrenspaneinlage zu einem Materialpreis der Türblätter von 150€ pro Stck. inkl. MwSt., Türdrücker der Firma Karcher Design - Modell „Rhodos“ aus Edelstahl mit Buntbartschloss oder gleichwertig montiert.

Die Wohnzimmertüren zur innenliegenden Diele erhalten einen Glasausschnitt (nach Wahl des Käufers). Falls im Plan dargestellt, werden zweiflüglige Türen zum Wohnzimmer beidseitig mit Glasausschnitt eingesetzt.

Die Türen zu Räumen mit mechanischen Entlüftungsgeräten werden grundsätzlich mit Nachströmgittern ausgerüstet.

5.3.3 Keller
Kellerinnentüren zu Funktions- bzw. Technikräumen entsprechend den behördlichen Auflagen als Stahlblechtüren mit amtlicher Zulassung und mit handelsüblichen Beschlägen, nach Erfordernis in feuerhemmender oder feuerbeständiger Ausführung lackiert in einem Standard RAL Farbton nach Wahl des Käufers. Sonstige Kellertüren erhalten eine Tür mit CPL Beschichtung nach Wahl des Käufers mit Röhrenspanstegeinlage.

5.4 Wand- und Deckenbehandlung, Farbanstriche

5.4.1 Wände

Betonwand- und Trockenbauflächen in den Häusern werden gespachtelt, Kalksandstein-Wände mit einem Maschinengipsputz verputzt, mit Rauhfaser (feine - mittlere Körnung) tapeziert und mit einer weißen Dispersionsfarbe mit einer Nassabriebbeständigkeit Klasse 2 gestrichen. Bei Materialwechseln innerhalb einer Wandfläche (z.B. Mauerwerkswand angrenzend an Trockenbauwand) ist die Ausbildung von sichtbaren Dehnungsfugen erforderlich, um eine Rissbildung zu minimieren. Eine Schattenfreiheit bei Streiflicht wird nicht erreicht.

5.4.2 Decken
Deckenuntersichten werden in den Wohngeschossen gespachtelt, mit Raufaser tapeziert (feine Körnung) und mit einer weißen Dispersionsfarbe mit einer Nassabriebbeständigkeit Klasse 2 gestrichen. Eine Schattenfreiheit bei Streiflicht wird nicht erreicht.

5.4.3 Treppenhäuser
Treppenhauswände und -decken sowie Untersichten und Stirnflächen von Podesten und Treppenläufen gespachtelt (falls erforderlich) oder gegebenenfalls verputzt und mit Dispersionsfarbe gestrichen. Kellerwände und -decken gestrichen. Im Bereich von Wärmedämmung ist diese sichtbar. Eine Schattenfreiheit bei Streiflicht wird nicht erreicht.


6 Außenanlagen

6.1 Befestigte Flächen
Die Terrassen werden mit Beton-Werksteinplatten (Abmessungen ca. 40/40 cm) im Kiesbett verlegt zu einem Materialpreis von 30,00 €/m⊃2; inkl. MwSt. ohne Verlegung, mit verzinkten Entwässerungsrinnen vor den bodentiefen Fenstern. Verkehrs- und Freiflächen werden mit einem Steinmaterial passend zum äußeren Gestaltungsbild der Vorder- und Hinterbebauung belegt. Flächen für den Platz der Mülltonnen gem. Planung des Verkäufers.

6.2 Grünanlagen
Oberboden örtlicher Qualität, unter Pflanzflächen ca. 40 cm. Bepflanzung (einschließlich möglicher Auflagen der genehmigenden Behörden) mit jeweils pro Garten 1 Zierbaum, Sträuchern, und geschnittenen, laubabwerfenden, heimischen Heckengehölzen als Trennelement der Gärten.

Die Bauleistung ist mit der Anpflanzungen abgeschlossen. Das Austreiben der Bäume und Sträucher nach der Anpflanzung, sowie die Fertigstellungspflege werden nicht als Bauleistung des Verkäufers geschuldet und sind keine Fertigstellungsvoraussetzungen.

6.3 Entwässerung
Entwässerungsrinnen vor Hauseingängen aus Stahl, verzinkt. Entwässerungsrinnen und Hofeinläufe zur Entwässerung von befestigten Flächen, soweit notwendig.

6.4 Stellplätze
Aus Holz- und verzinkter Stahlkonstruktion erstellte Carportanlagen mit Gründach. Jede Wohnung erhält einen überdachten Stellplatz.

7 Schlussbemerkung
Die Architektur und Ingenieurleistungen sind im Kaufpreis enthalten. Ausgenommen davon sind jedoch solche Leistungen, die durch individuelle Umplanungen, Abweichungen von der Baubeschreibung zur Folge haben. Im Kaufpreis sind alle Kosten für die schlüsselfertige Erstellung des Gebäudes einschließlich Außenanlagen enthalten, mit Ausnahme der Ankaufskosten, eventuelle Maklergebühren, Notar, Gericht und Steuern sowie den Kosten der späteren Einmessung des fertig gestellten Gebäudes, die vom jeweiligen Käufer zu tragen sind.

Nicht näher beschriebene Materialien oder Ausführungsarten werden durch die Schlattmann Wohnbau GmbH als Verkäufer entsprechend der Gesamtkonzeption ausgewählt. Für den Ausbau der einzelnen Wohnräume werden jedoch, soweit von Bemustern die Rede ist, vom Verkäufer mehrere Alternativen bestimmt und dem Käufer zur Wahl gestellt.

Eventuelle farbige Abbildungen der Wohnanlage sind als künstlerische Illustration zu verstehen. Einzelne Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten. Für die Art und den Umfang der Ausführungen sind allein die beurkundeten Verträge mit Anlagen (Baubeschreibung, Lageplan etc.) verbindlich.

Diese Baubeschreibung enthält eine Vielzahl von Informationen und Hinweisen. Alle Angaben, Darstellungen und Berechnungen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt, wenngleich eine Gewähr für deren Vollständigkeit nicht übernommen werden kann.

Als Grundlage für die Ausführung des Bauvorhabens dienen die Ausführungsplanung und die anerkannten Regeln der Technik. Änderungen in der Planung (auch der Freiflächenplanung), in den vorgesehenen Materialien und den Einrichtungsgegenständen bleiben vorbehalten, soweit sich dies aus technischen und behördlichen Gründen bzw. als Ergebnis von Auflagen oder aus Gründen der Materialbeschaffung als notwendig oder zweckmäßig erweist. Soweit derartige Leistungsänderungen mit Nutzungs- oder Wertminderungen verbunden sind, sind diese wertmäßig auszugleichen.

Für Fliesen und Bodenbeläge werden dem Käufer Muster zur Auswahl vorgelegt. Änderungen in Bezug auf Qualität und Farbe bei sanitären Objekten, bei Fliesen und bei Fußbodenbelägen sind als Sonderwunsch des Käufers möglich, soweit dies technisch möglich ist und es der Bautenstand zulässt. Änderungen sind zwischen Käufer und der Schlattmann Wohnbau GmbH im Hinblick auf Kosten und terminliche Machbarkeit abzustimmen.
Weitergehende Sonderwünsche können berücksichtigt werden, solange sie technisch machbar sind, das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes nicht verändert wird, sie den Genehmigungen und Auflagen der Behörden nicht widersprechen und der Baufortschritt nicht beeinträchtigt wird.

Die Freiflächen sind nicht überall eben, sondern gegebenenfalls auch überhöht, geneigt bzw. geböscht. Soweit Bepflanzungen eingebracht werden, ist von den Eigentümern für eine sachgerechte Gartenpflege und dafür zu sorgen, dass diese keine Abdichtung der Kellerwände und der Flachdächer gefährdende Größe erreichen.

In den Plänen dargestellte Einrichtungsgegenstände stellen nur Möblierungsvorschläge dar und gehören nicht zum Leistungsumfang. Lediglich die in dieser Baubeschreibung erwähnten sanitären Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände in den Bädern, Duschbädern und WCs sind Bestandteil der Wohnungen. Weitere sanitäre Ausstattungsgegenstände sind nicht im Leistungsumfang enthalten. Für die Ausstattung ist der Text der Baubeschreibung maßgebend, nicht zeichnerische Darstellungen in Grundrissen oder anderen Plänen oder die illustrierende Darstellung in Werbedruckstücken.

Alle Sanitärobjekte sind von namhaften Herstellen, die angegebenen Preise gelten frei Baustelle und unterliegen der Gewährleistung des Handwerkers. Daher sind diese mit den Preisen aus dem Internet nicht zu vergleichen.

Anstricharbeiten werden mit Erzeugnissen namhafter Hersteller durchgeführt. Die Hersteller geben in ihren Verarbeitungsrichtlinien für die einzelnen Produkte Standzeiten und Hinweise für Erneuerungsphasen an. Deshalb werden Wartungsanstriche, insbesondere für die der Witterung ausgesetzten Holz- und Metallteile notwendig. Diese Anstriche sind ggf. auch während der Gewährleistungszeit auf Kosten des Käufers durchzuführen.

In den Kellergeschossräumen sind Ver- und Entsorgungsleitungen untergebracht. Deshalb können sich (auch eine lichte Höhe von 2 m unterschreitend) nicht verkleidete Leitungen befinden. Für Kontroll-, Reparatur- und Kundendienstarbeiten sind die Leitungen später zugänglich zu halten.

Risse in Bauteilen, die aufgrund physikalischer Eigenschaften der eingesetzten Baustoffe entstehen (z. B. durch Kriechen und Schwinden) sind im Zuge turnusmäßiger Renovierung zu schließen und stellen keinen Gewährleistungsmangel dar.

Für die Werterhaltung des Parkettbelages ist die Einhaltung eines gesunden Raumklimas (ca. 20° Raumtemperatur und ca. 50 % relative Luftfeuchtigkeit) erforderlich. Daher sind die bei der Übergabe der Wohnung überreichten Reinigungs- und Pflegehinweise zu beachten.

Mit plastischen Füllstoffen geschlossene Fugen (z. B. bei Fliesen oder bei Anschlüssen von Trockenbauwänden) unterliegen chemischen und /oder physikalischen Einflüssen nach DIN 52460, Abschnitt 2. Diese Fugen können reißen. In der Regel überschreiten unvermeidbare Verformungen der schwimmenden Konstruktion (z. B. Estrich) die Elastizität der Fugenfüllstoffe. Auch derartige Veränderungen an den Fugen unterliegen nicht der Gewährleistung und sind vom Käufer in regelmäßigen Abständen durch Erneuerung der Füllstoffe zu beseitigen.

Plastische Verfugungen (z. B. bei Badewannen und Duschwannen) sind sogenannte Wartungsfugen, die bauphysikalisch notwendig sind. Die Überwachung sowie Instandhaltung und -Setzung der Verfugungen obliegt dem Nutzer. Im Falle des Versagens der Dichtung wird die gewünschte Wasserundurchlässigkeit dieser Bereiche nicht mehr gewährleistet. Feuchtigkeitsschäden, welche hieraus am Gebäude entstehen können, unterliegen ebenfalls nicht der Gewährleistung.

Alle Kellergeschossräume sind nicht zum dauernden Aufenthalt von Personen zugelassen.

Soweit die Baubeschreibung in Einzelfällen auf Normen (DIN) ausdrücklich Bezug nimmt, beschränkt sich die Errichtungs- und Ausführungsverpflichtung unbeschadet weitergehender technischer Erkenntnisse auf die Errichtung bzw. Ausführung nach den Vorschriften dieser DIN, wobei der Käufer seinerseits verpflichtet ist, sein Wohnverhalten entsprechend den Vorstellungen der jeweiligen DIN einzurichten.

Die unter Beachtung der DIN 4108 (Wärmeschutz) und der Energieeinsparverordnung erfolgende Bauweise erfordert regelmäßiges Heizen und Lüften durch den jeweiligen Wohnungsinhaber, um zu vermeiden, dass die in den technischen Normen vorgesehenen Temperaturen an den Wand- und Deckenoberflächen unterschritten und bestimmte Obergrenzen der relativen Raumluftfeuchte überschritten werden, da ansonsten Stockflecken und Schimmelpilzbildung auftreten können; dabei setzt die DIN 4108 voraus, dass Aufenthaltsräume (dies sind alle Zimmer und die Küche) mit mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden.

Der Käufer verpflichtet sich ausdrücklich, diese Regeln einzuhalten.

Alle angegebenen Maße sind als „circa- Maße" im Rahmen der am Bau üblichen Toleranzen zu verstehen.

Die Wohnflächen wurden anhand der Genehmigungsplanung gemäß der WohnflächenVO nach den Fertigmaßen ermittelt.

Aufmasse für Einrichtungsgegenstände sowie für Küchen- und Einbaumöbel können nur nach Fertigstellung der Wohnung genommen werden.


Münster, Februar 2015

Schlattmann Wohnbau GmbH